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PROJEKTARBEIT
NATUR:
Der Biotopverbundparcours Grosses Moos
[
http://www.biotopverbund.ch ]
Das
Grosse Moos, zwischen den Arteplages Biel, Neuenburg und Murten
gelegen, ist eine offene, weite Landschaft an der Sprachgrenze.
Sie lädt im Expojahr als ruhige Oase zum Verweilen ein
und eröffnet interessante Möglichkeiten zu Beobachtungen,
Musse, Erlebnissen und Engagements.
Der Biotopverbund
Im grössten Gemüseproduktionsgebiet der Schweiz
hat sich der „Biotopverbund“, die Organisation eines
freiburgischen und eines bernischen Regionalverbandes, zum
Ziel gesetzt, die allseitig geforderte Oekologisierung der
Landwirtschaft umzusetzten. Seit 1996 werden von den Gemeinden,
von landwirtschaftlichen Organisationen und Naturschutzverbänden
Projekte realisiert, welche der Natur ein Leben neben den
intensiv bewirtschafteten Produktionsflächen ermöglicht.
Es werden grosse Renaturierungsflächen ausgeschieden,
Biotope angelegt, Forschungsprogramme durchgeführt, Hecken
gepflanzt, Wasserläufe renaturiert, ökologische
Nischen geschaffen mit dem Ziel, ein vernetztes System mit
einer möglichst grossen Gesamtwirkung zu schaffen. Der
Biotopverbund wird vom Fonds Landschaft Schweiz FLS und von
Pro Patria mitfinanziert.
Der Parcours
Ein Postennetz mit ca. 20 Einzelposten ermöglicht es
den gemischtsprachigen Schülergruppen das Grosse Moos
als Landschaft und als ökologisiertes landwirtschaftliches
Produktionsgebiet kennenzulernen. Dabei wird ihnen an den
einzelnen Posten erklärt, was man unter Oekologisierung
versteht und wie sie im Grossen Moos umgesetzt wird. Die Schülerinnen
und Schüler haben auch Gelegenheit, selber Hand anzulegen
bei der Pflanzung einer Hecke, bei Pflegemassnahmen und bei
der Neuanlage von ökologischen Kleinstrukturen. Für
die einzelnen zum Teil betreuten Posten werden Unterlagen
vorbereitet, mit denen eine selbständige Arbeitsweise
möglich ist und bei der die Verständigung praktiziert
werden kann. Die Posten Heckenpflanzung und Phototermin an
der Sprachgrenze haben Schwerpunktcharakter, im übrigen
stellen die Gruppen ihr Programm auf der Grundlage des vorbereiteten
Postennetzes selbständig zusammen, Parcourspläne
im Massstab 1:25000 mit kurzen Postenbeschreibungen stehen
zur Verfügung.
Organisatorische Aspekte
Ausgangspunkt für den Parcours ist Kerzers, Eisenbahnknotenpunkt
an den Linien Bern- Neuenburg und Lausanne - Lyss. Die Parcoursstrecke
(25-35 km) wird mit Velos, welche zur Verfügung gestellt
werden, zurückgelegt. Die Mittagsverpflegung mit Produkten
aus dem Grossen Moos kann organisiert und in Mooshütten
oder im Inforama eingenommen werden. Die Posten sind jeweils
am Mittwoch und am Donnerstag besetzt. Der Besuch des Parcours
ist für die Teilnehmenden Exchange.02 kostenlos, Billetkosten
vom Schulort nach Kerzers und zurück werden übernommen.
Eine Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen bis
15. Dez. notwendig, Kontaktadresse:
Martin Johner
T. 031 755 82 56
F. 031 755 82 57
e-mai:
PROJEKTARBEIT
NATUR:
Region Bielersee
[
http://www.vereinbielersee.ch ]
Landschaftsbaustellen ermöglichen den Schülerinnen
und Schülern eine intensive Auseinandersetzung mit Natur
und Landschaft und bieten ihnen die Gelegenheit, in verschiedenen
Biotopen und an unterschiedlichen Objekten zu arbeiten. Dadurch
lernen die Schülerinnen und Schüler die Landschaft
auf sinnvolle und schonende Weise zu gestalten und zu erhalten
(Bau von Trockenmauern, Pflege von Magerwiesen und Schilfgras).
Ferner lernen sie lokale Produktionsweisen kennen (z.B. Weinbau)
oder erfahren das Leben der Pfahlbauer im Rahmen von archäologischen
Unterwassergrabungen. Die praktischen Tätigkeiten eröffnen
den Schülerinnen und Schülern den Zugang zum Hintergrundwissen
und vermitteln eigenständigen Projekten konkrete Impulse.
Die Landschaftsbaustellen greifen Themen zur Anwesenheit und
zu den verschiedenen Rollen des Menschen in der Natur auf
und vertiefen sie.
Die angebotenen Ateliers mit Bezug auf Natur- und Landschaftsschutz
haben verschiedene Formen. Die Intensität sowohl der
Auseinandersetzung als auch der notwendigen Betreuung ist
von Baustelle zu Baustelle unterschiedlich.
Die Schülerinnen und Schüler werden dazu angeleitet,
sich in der Bielersee Region zu orientieren und selbständig
fortzubewegen (Velo). Dadurch erfahren sie auf aktive Weise
unsere Region.
Fachpersonen leiten sie zu Beobachtungsaufgaben und zu einfachen
Experimenten an, vermitteln ihnen Artenkenntnisse und eröffnen
ihnen überraschende Einblicke ins Netzwerk der Natur.
Folgende Aktivitäten stehen den Schülerinnen und
Schülern auf den verschiedenen Landschaftsbaustellen
zur Wahl:
1. Der Trockenmauerbau.
2. Die Pflege von Trockenwiesen.
3. Arbeiten im Rebberg.
4. Beobachtungen und Experimente in den Rebhängen des
Bielersees.
5. Schilfbepflanzung und Pflege des Feuchtbiotops am Bielersee.
6. Einblicke in die Unterwasserarchäologie und in das
Leben der Pfahlbauer, verbunden mit Einbaumfahrten und Bogenschiessen.
PROJEKTARBEIT
NATUR:
Die grande
cariaie - Naturschutzzentrum in Champ-Pittet
[
http://www.pronatura.ch/champ-pittet/ ]
Die Grande Cariaie ist ein ausgedehntes Feuchtgebiet und
umgibt das Sdufer des Neuenburgersees. Vor gut hundert Jahren
entstand sie als Nebenprodukt der ersten Juragewsserkorrektion
(1868-1891). Heute stellt die Grande Cariaie ein wichtiges
Rckzugsgebiet fr eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen dar.
Wert der Grande Cariaie
Sandige Flachwasserzonen, Auenwlder, Sumpfwiesen, Schilfgebiete
und Weiher bedecken zusammen 43 km2. Damit stellt die Grande
Cariaie eine der vier wichtigsten geschtzten Landschaften
der Schweiz dar. Sie ist das bedeutendste Gebiet fr Lebensgemeinschaften,
die zur Fortpflanzung auf feuchte Zonen angewiesen sind. Man
schtzt, dass hier etwa 1 000 Pflanzen- und 10 000 Tierarten
vorkommen. Das bedeutet ein Drittel der Flora und ein Viertel
der Fauna unseres Landes. Um ein Beispiel zu nennen: In der
Grande Cariaie wurden 309 Vogelarten beobachtet, das sind
85 % der in der Schweiz bekannten Arten! Ausserdem ist die
Grande Cariaie die letzte grosse (fast) unberhrte Seenlandschaft
unseres Landes.
Wozu die Pflege einer Naturlandschaft
?
Seit seiner Entstehung vor ca. hundert Jahren verringerte
sich die Flche des Feuchtgebietes um fast die Hlfte. Der
Abschnitt zwischen Estavayer-le-Lac und Yverdon-les-Bains
ist der Gewalt der Wellen ausgesetzt, die sich bei Bise (Nordostwind)
ber die ganze Lnge des Sees verstrken. Jedes Jahr werden
mehrere Hektaren des Ufers vom See abgetragen. Zwischen Yverdon
und Yvonand wurden verschiedene Konstruktionen zur Bekmpfung
der Erosion errichtet. Eine wissenschaftliche Begleitung des
Projektes untersucht die Wirksamkeit dieser Massnahmen. Auf
der Landseite wird der Lebensraum durch Verlandung bedroht:
Die Weiher trocknen aus, und die Feuchtwiesen werden langsam
von Wald erobert. Um die Anhufung organischen Materials und
die Ausbreitung des Waldes zu begrenzen, werden die Sumpfgebiete
in kleine Parzellen aufgeteilt, die im Turnus von drei Jahren
gemht werden. In den feuchtesten Schilf - und Seggenzonen
wird eine Mhmaschine auf Raupen eingesetzt. Die Kleinseggenriede
hingegen, die auf trockenerem Boden wachsen, werden auf traditionelle
Weise durch Bauern der Region gemht. Die jhrlich tausend
Tonnen gewonnene Streu finden zum grssten Teil Verwendung
zur Abdeckung der Bden in Rebbergen.
© Pro Natura 2000
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